Allgemeine Informationen
Bevor ein Haus gebaut, eine Straße angelegt oder ein Kanal gegraben werden kann, stehen zunächst umfangreiche Erdbauarbeiten an. Eine gut durchdachte Erdbewegung ist also zwingend notwendig. Ein Flugfeld beispielsweise muss vorher ausreichend planiert sein, damit die Maschinen sicher und problemlos landen können. Der Boden beziehungsweise Bauuntergrund wird dementsprechend bearbeitet. Dafür stehen je nach Auftrag verschiedene Werk- und Fahrzeuge zur Verfügung. Neben dem klassischen Bagger gibt es auch Raupen, Scraper und weitere Erdbaumaschinen.
Die Tätigkeiten im Bereich Erdbewegung sind vielfältig. Grundsätzlich kann man zwischen Auftrag und Abtrag unterscheiden, also zwischen Erdbeschaffung und Erdbeseitigung. Es können aber auch beide Möglichkeiten gleichzeitig während einer Erdbewegungsmaßnahme zum Tragen kommen. Darüber hinaus gibt es sogenannte Grundprozesse, die im Bereich Erdbau zur Anwendung kommen. Das Lösen des Untergrunds gehört zum Beispiel dazu. Ein weiterer Grundprozess ist das Verdichten von Erdmasse. Ferner gehören zum Thema Erdbewegung auch die Anfertigung von Dämmen, Stauanlagen und Deponien. Selbst der Garten- oder Landschaftsbau tangiert diese Fachdisziplin. Erdbewegung ist also unerlässlich im gesamten Baubetrieb.
Die Erdbauarbeit ist immer an spezielle Bedingungen geknüpft. Das bedeutet, sie muss bestimmte Normen wie Sicherheitsauflagen oder Anforderungen der Statik erfüllen. Auch die Untersuchung des zu bearbeitenden Bodens ist eine wichtige Voraussetzung. Das Material muss sorgfältig geprüft und ein Bodenprofil erstellt werden. Darüber hinaus können Wasservorkommen im Erdreich entsprechende Baumaßnahmen erfordern. Hydrometrie ist der Fachausdruck für die Erfassung des Wasserkreislaufes im Untergrund. Die akademische Beschäftigung mit dem Erdboden fällt in den Bereich Geowissenschaften. Unter diesem Hauptbegriff gliedern sich dann wieder mehrere Wissenszweige. Für die Erdbewegung ist vor allen Dingen die Teildisziplin Geotechnik von Bedeutung. Sie gehört zum Bauingenieurwesen und beschäftigt sich mit der Gründung von Bauwerken im Untergrund. Für Hausbesitzer könnte die Geothermie interessant sein, denn sie befasst sich unter anderem mit der Nutzung von Erdwärme für den eigenen Haushalt. So kann durch eine Erdwärmebohrung zum Beispiel die hauseigene Fußbodenheizung betrieben werden.
Erde kann übrigens auch unter Wasser bewegt werden. Um Hafenanlagen, Talsperren und Kanäle anzulegen, muss das Erdreich am Meeres-, Fluss- oder Seegrund bearbeitet werden. Dafür stehen spezielle Fahrzeuge wie etwa der Pontonbagger zur Verfügung. Die Bauleitung für solche Projekte übernehmen in der Regel Wasserbauingenieure. An deutschen Universitäten kann das Fach Wasserbau regulär studiert werden. Die Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt sind wie bei allen Ingenieurstudiengängen sehr gut.
Erdbewegung im kleinen Rahmen kann auch im heimischen Garten stattfinden. Wer zum Beispiel darüber nachdenkt, einen eigenen Pool für den Sommer zu bauen, der muss in jedem Fall eine Grube ausheben. Fachfirmen, die solche Baggerarbeiten übernehmen, sind sehr empfehlenswert. Man kann sich zwar einen Bagger leihen und das Loch selbst ausheben, aber das kostet sowohl Kraft als auch Zeit. Darüber hinaus kann es bei der Genauigkeit hapern und unter Umständen muss die Grube im Nachhinein ausgebessert werden. Professionelle Handwerker sind deshalb die sinnvollere Wahl.
(c) by Päffgen GmbH bzw. deren Autoren 2010, www.erdbewegung.de
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