Dubai - Palm Islands

Eine der spektakulärsten Erdbewegungen findet momentan in Dubai statt. Dort werden nämlich die größten, künstlichen Inseln der Welt aufgeschüttet. Die Metropole Dubai liegt am persischen Golf und ist ein Teil der Vereinigten Arabischen Emirate. Bekannt geworden, ist die Stadt durch imposante Bauprojekte wie etwa dem Luxushotel "Burj al Arab" oder dem derzeit höchsten Wolkenkratzer der Welt "Burj Khalifa". Um Dubai für wohlhabende Touristen noch interessanter zu machen, werden jetzt vor der Stadtküste tonnenweise Sand ins Meer gekippt. Mehrere künstliche Inseln will das Emirat aufschütten, um darauf Luxushotels und teuere Appartements zu bauen. Die Inseln werden in Form einer großen Palme angelegt. Es gibt auch ein Projekt, das eine Nachbildung der Erde in Form von kleinen Inseln vorsieht.

Die "Palm Jumeirah" ist die erste fertig gestellte Inselformation in Palmenform. Der Bau wurde 2001 begonnen. Seitdem fuhr eine schier endlose Kolonne von Lastern beladen mit Sand und Schutt vom Inland Richtung Dubaistadt. Am Strand warteten Schiffe, die den Sand anschließend ins offene Meer kippten. Um die ökologischen Schäden auszugleichen, wurden Spezialnährstoffe ins Wasser gegeben. Das soll seltene Fische anlocken. Auf der gesamten Anlage, die etwa 560 Hektar groß ist, stehen etliche Villen und einige luxuriöse Hotels. Ein riesiges Einkaufszentrum (englisch "Mall") befindet sich in der Inselmitte auf dem Palmenstamm. Außerdem liegt das ausgediente Kreuzfahrtschiff "Queen Elizabeth 2" vor der Palmeninsel und wird momentan zu einem Luxushotel umgebaut. Zusätzlich zieren die Insel über 10.000 Palmen und viele Gärten unterschiedlicher Kulturen.

Die Immobilien auf "Palm Jumeirah" sind übrigens schon restlos ausverkauft. Aber die zahllosen Interessenten haben ja noch andere Optionen, denn die nächsten Großprojekte stehen bereits in der Warteschleife. Neben zwei weiteren Palmeninseln sorgt "The World" für jede Menge Gesprächsstoff. Die Inselformation, die eine Weltkarte darstellt, ist bautechnisch auch schon sehr weit fortgeschritten. Auf den etwa 300 kleinen Inseln werden exklusive Villen, Yachthäfen und teuere Appartements entstehen. Michael Schumacher bekam vom Bauherrn Scheich Muhammad bin Raschid Al Maktum sogar eine eigene kleine Insel geschenkt. Der berühmte Rennfahrer überlegt noch, wie er sein Eiland nutzen könnte. Ihm schwebt eine Kartrennbahn vor, die dann mit Boot oder Helikopter zu erreichen wäre.

Zu guter Letzt entsteht in der arabischen Metropole die Dubai Waterfront. Sie wird das längste von Menschenhand errichtete Ufer der Welt sein. Wie man es von Dubai gewohnt ist, werden auch auf der Dubai Waterfront unzählige Luxusvillen, noble Hotels, faszinierende Parklandschaften und ein riesiges Einkaufsparadies entstehen. Dubai, die Stadt am persischen Golf, entwickelt sich mehr und mehr zu einem Touristenzentrum für die Reichen und Berühmten dieser Welt. Ganz ungeplant, ist diese Idee natürlich nicht. Denn wenn einst das Öl ausgeht, hoffen die Scheiche mit grandiosen Touristenattraktionen und erstklassigen Unterkünften ihr Geld zu verdienen.


(c) by Päffgen GmbH bzw. deren Autoren 2010, www.erdbewegung.de

Gewerbliche und private Verwendung dieses Artikels ist ausdrücklich, aber nur dann gestattet, wenn dem Artikel gut sichtbar der vorstehende Copyright-Hinweis mit verfolgbarem Link hinzugefügt wird und wir per Mail an copy@fachportale.de über die Verwendung informiert werden!